15.12.2021
Kategorie: Geschichte, Startseite
Von: David Neitsch/eingestellt von S. Jaqui

Vorführung eines Vorbehaltsfilmes für die MSS 12


Am Donnerstag den 02.12.21 fand die Vorführung des Vorbehaltsfilms „Hitlerjunge Quex“ (1933) für die 12te Jahrgangstufe in der Mensa statt. Die Veranstaltung wurde auf Initiative von Frau Peiffer von der zur Vorführung befugten Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Institut für Kino und Filmkultur in Wiesbaden durchgeführt und begleitet. Nach einer Einführung in die Geschichte des Filmes als Propagandamittel und einer Geschichtsstunde zur Funktion des deutschen Films in der NS-Zeit wurde der 95-minütige Propagandafilm den Schülerinnen und Schülern vorgeführt. In einer anschließenden Diskussion wurde die Wirkung des Filmes auf die damalige Bevölkerung beleuchtet und in einen historischen Kontext gestellt. Entgegen der Erwartungen versuchte der Film nicht offensiv die nationalsozialistische Ideologie zu vermitteln, sondern viel mehr die moralische Verkommenheit des politischen Gegners (Sozialisten und Kommunisten) aufzuzeigen, um damit indirekt die Überlegenheit des Nationalsozialismus darzustellen. Auch die im Film ausgiebig genutzten Propagandalieder wurden in ihrem Inhalt und ihrer Machart analysiert und verglichen. Die Aufführung des Vorbehaltsfilms zeigte so in eindrucksvoller Weise die subtile, eher unbekannte Seite der Propaganda auf, die statt aggressiven Hassbotschaften eine eher verdeckte Botschaft in den Vordergrund stellt, um auf das menschliche Unterbewusstsein einzuwirken.

Die Veranstaltung vermittelte so ein neues historisches Verständnis und sensibilisierte für die Macht und Gefahren moderner Massenmedien in der damaligen, aber auch in unserer heutigen Zeit.

David Neitsch