03.09.2019
Kategorie: Bigband, Startseite, Presseschau
Von: eingestellt von S. Jaqui

Matinee mit jazziger Note


Kusel: Big Band des Siebenpfeiffer Gymnasiums trifft Publikumsgeschmack

Foto: Von Konstanze Führlbeck

Die traditionelle Sonntagsmatinee der Kreissparkasse bei der Kuseler Herbstmesse hielt diesmal eine Überraschung bereit: Unter den Musikerinnen und Musikern der Big Band des Siebenpfeiffer Gymnasiums unter Leitung von Hendrik Gesner war auch die neue Kuseline Clara de Oliviera Seyler als Sängerin.

Viele Besucher drängten sich am späten Vormittag in den Räumen der Kreissparkasse, genossen gut gelaunt einen Plausch mit Gebäck und einem kühlen Getränk und verfolgten aufmerksam die Songs der Big Band des Gymnasiums. Die präsentierte mit viel Elan, Engagement und unüberhörbarem Können ein buntes Programm aus Jazzstandards und Poptiteln. Schwungvoll entführten die beiden Sängerinnen Emely Wundenberg und Alisa Hoffmann ihre Zuhörer mit der Ballade von „Mack the knife“ aus der „Dreigroschenoper“ von Bert Brecht und Kurt Weill in der Version von Robbie Williams ins Gangstermilieu, die Big Band sorgte dabei für eine jazzige Note. Immer stärker steigerte sich Emely Wundenberg mit ihrer kühlen und gerade dadurch so eindringlichen Stimme in die Visionen der Seeräuber-Jenny, mit denen sie ihrem tristen Dasein als Kellnerin in einer heruntergekommenen Kneipe entfliehen will.

Fesselnde InterpretationDas Duo überzeugte auch mit einer fesselnden Interpretation von Adèles Titelsong zu dem James Bond-Thriller „Skyfall“. Nach einem Bläserauftakt perlten leise Klavierakkorde und erzeugten eine vibrierende Spannung, die Emely Wundenbergs klare, kühle Stimme noch unterstrich. Ein motivischer Impuls durch die dunklen Posaunen ließ die Stimmung des Liedes umschlagen: Kraftvoll stimmten beide Sängerinnen jetzt mit kehlig aufblühenden Stimmen den Welthit an.

Clara de Oliveira Seyler gestaltete zusammen mit Cedric Cappel den Song „Something stupid“, den bereits Frank und Nancy Sinatra oder Robbie Williams und Nicole Kidman berühmt gemacht hatten. Unbeschwert swingend floss die Melodie in klar umrissenen Konturen dahin, scheinbar beiläufig und doch ungemein präsent. Den bewusst flippigen Ton traf Seyler genau, wie der spontane Applaus der Zuhörer zeigte.

Virtuoses SchlagzeugsoloAber nicht nur die Vokalsolisten der Big Band sorgten für Furore, sondern auch Instrumentalisten wie Pascal Horbach. In den Titel „Runaway baby“ von Bruno Mars baute er spontan eine virtuose Schlagzeugimprovisation ein, die sowohl durch ihre absolute rhythmische Sicherheit als auch durch ihren Einfallsreichtum und den souveränen Vortrag Jung und Alt faszinierte und zu einem Beifallssturm hinriss. In einem originellen Arrangement, das durch einen quäkenden Saxofonsound bestimmt wurde, präsentierten Emely Wundenberg und Cedric Cappel Ben E. Kings „Stand by me“. Dass sie auch den rockigen Sound drauf haben, bewiesen die Nachwuchstalente der Bigband des Siebenpfeiffer Gymnasiums mit vollem Sound und flotten Tempi in Alan Silvestris „Rockin on top of the world“.

Und die Welt des Schlagers ist der Bigband und ihrem Dirigenten Hendrik Gesner auch nicht fremd: Mit dem stimmungsvollen Hit „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, der lange die Hitparaden beherrschte, verabschiedeten sich die Solisten Alisa Hoffmann, Emely Wundenberg, Cedric Cappel und Clara de Oliviera Seyler zu den rauschenden Klängen der Band von ihren Zuhörern.

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Westricher Rundschau - Nr. 203
Datum Montag, den 2. September 2019
Seite 23