10.06.2019
Kategorie: Religion und Ethik, Startseite
Von: Ulrich Reh/eingestellt von S. Jaqui

Organspende, eine ethische Herausforderung


Zum wiederholten Male fand eine Informationsveranstaltung zum Unterrichtsthema „Organspende, eine ethische Herausforderung“ für Schüler*innen der 12. Jahrgangsstufe statt. Vorausgegangen ist der Baustein „Ethische Konkretion – Organspende“, der im ev. / kath. Unterricht und Ethik behandelt wurde.

Am 5. Juni besuchten uns Herr Hallebach, der eine Niere von seiner Frau gespendet bekam, und Herr Klindworth, der an Mukoviszidose erkrankt ist. Die Brisanz einer solchen Erkrankung wurde auch daran deutlich, dass eine weitere Referentin (Mukoviszidose) wegen eines Krankenhausaufenthaltes, der im Zusammenhang ihrer Erkrankung steht, nicht kommen konnte. Sie war insofern präsent, da die Schüler*innen im Unterricht den im TV vor wenigen Wochen ausgestrahlten Beitrag: „Sarahs langer Atem“ sahen, der die Geschichte der Referentin aufzeigte. Herr Klindworth, der in Kontakt mit der ausgefallenen Referentin steht, konnte all die Fragen mit beantworten, die die Schüler*innen an diese junge Frau gerichtet hätten.

Die dichte und informative Veranstaltung hinterließ bei den jungen Erwachsenen „viel tiefere Einblicke als bloß theoretischer Unterricht“, wie sie es formulierten. Die Referenten gaben Einblicke in ihre Krankheitsgeschichte und beantworteten die vielen von Schüler*innen gestellten Fragen. Ihre „authentische, sehr offene und sympathische Art“ beeindruckte die Schüler*innen nachhaltig (Schülerzitat).

Das Thema Organspende ist momentan politisch aktuell, da diskutiert wird, die Entscheidungslösung zugunsten der Widerspruchslösung zu verändern. Beide Referenten waren sich einig, dass die Widerspruchslösung zukunftsweisend ist, aber mit einer guten Aufklärung und Informationspolitik verbunden sein muss.

In einer Nachbesprechung wurde deutlich, wie beeindruckt die Schüler*innen von den Referenten waren, wie sie mit ihrer Krankheit umgehen und darüber sprechen. Es waren „kleine Botschaften“, die in das Leben hineinsprachen. So meinten Schüler*innen: „ Sie haben durch ihre positive Einstellung und Ausstrahlung das Publikum berührt.“ „Der informative, aber auch lockere Umgang mit der Krankheit hat mich total beeindruckt. Definitiv etwas, was man für den Alltag übernehmen kann und sollte.“

U. Reh