20.06.2011
Kategorie: Fahrtenberichte, Startseite
Von: Adrian Pallmann, Denis Power, David Stoffel, Elena Talmon

Studienfahrt Ardèche 2011


Wie in den letzten sieben Jahren schon bot unser Gymnasium auch dieses Jahr für die Studienfahrt der Elftklässler eine Fahrt in die Region der Ardèche an.

Neunundzwanzig abenteuerlustige Schüler nahmen das Angebot „Ardèche 2011“ an. Am Sonntagabend den 12. Juni trafen wir Schüler und die zwei betreuenden Lehrer Herr Blasko und Herr Reeg uns am Gymnasium Kusel, um uns nach dem Bepacken des Busses um 21 Uhr uns auf den Weg in Richtung Süden zu machen.

Am Montagmorgen wurden wir dann freundlich von drei Betreuern die uns die Woche über begleiteten am Campingplatz „Le Vieux Moulin“ empfangen, und schon jetzt konnte man merken: „Dies wird eine tolle Woche!“ Nach dem Frühstück, einer Campingplatzführung und dem Zeltaufbau stand auch schon die erste Aktivität an, die Trekking-Tour. Es ging bergauf zu einem 110m hohen
Aussichtspunkt, von dem aus die Schönheit des Chassezac (ein Nebenfluss der Ardèche, direkt an unserem Campingplatz) und dessen Umgebung erst richtig deutlich wurde.

Bergab und bergauf und wieder bergauf ging es dann wieder zum Lager, als wir zwischendurch von einem Regenschauer überrascht wurden. Die „Zwangspause“ nützen wir für eine kleine Vorstellungsrunde. Im Camp wieder angekommen hatten wir Freizeit und um 19 Uhr gab es (wie jeden Tag) Abendessen.

Der zweite Tag begann und wir freuten uns schon auf die nächste Challenge, nämlich dem Canyoning bzw. der Flusswanderung. Nach einer eineinhalb stündigen Busfahrt in den Canyon des Chassezac wanderten wir noch zum „Paradies“, wo wir unsere Mittagspause machen und uns auf einer Steinrutsche austoben konnten. Danach stiegen wir dann in den Fluss und begannen unsere Wanderung. Am Ende der Wanderung sprangen fast alle von einer fast acht Meter hohen Brücke ins Wasser. Wieder im Camp nutzten viele das schöne Wetter am sogenannten „Labyrinth“ aus, ein Flussabschnitt des Chassezac direkt an unserem Campingplatz.

Der Mittwoch begann und es stand Kanufahren auf dem Tagesplan. Eine halbe Stunde Fahrt, dann waren wir an der Einstiegsstelle. Dort bekamen wir eine kurze Einweisung und schon ging es in Einer-Kanus und Zweier-Kanus los. Während der Mittagspause hatten wir die Möglichkeit von einem 13m hohen Fels in den Fluss zu springen und nicht wenige wollten diesen Nervenkitzel spüren. Nach etlichen Sprüngen machten wir uns weiter mit dem Kanu auf den Weg zum „Le Vieux Moulin“ Campingplatz.

Am vorletzten Tag in Frankreich wurde erst mal auf einem typisch französischen Markt gekauft was das Zeug hielt und danach ging es zum „Pont d'Arc“ dem Wahrzeichen der Ardèche. Am Sandstrand merkte man auch direkt, dass hier weitaus mehr Touristen aufzufinden waren. Leider mussten wir auf Grund eines starken Regenschauers den Strandaufenthalt früher als geplant abbrechen.

Zum Abendessen grillten Herr Reeg und Herr Blasko eine riesige Menge Fleisch und Würstchen, Horst hatte vorher schon viele Salate zubereitet. Abends konnten wir in der nahe gelegenen Bar noch in die Jugend-Disko gehen. Auch unsere betreuenden Guides gingen mit uns eifrig feiern.

Der gefürchtete Freitag, der letzte Tag brach an. Dennoch freuten wir uns auf den letzten Programmpunkt des Ardèche-Aufenthalts: Klettern und Abseilen. Keine 20 Wanderminuten von unserem Campingplatz entfernt befand sich unsere Kletterstelle. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine kletterte zuerst, die andere seilte sich zuerst ab. Es gab drei verschiedene Kletterrouten, so dass gleichzeitig drei Gruppen klettern konnten.

Eine Gruppe bestand aus einem Kletterer, einem Hauptsicherer und einem Zweitsicherer. Das Abseilen jedoch ging alleine vonstatten. Auf dem 38m hohen Felsen wurde jeder einzeln von einem Guide gesichert und jeder seilte sich so schnell, oder auch so langsam wie er wollte ab. Gegen halb fünf kamen wir zurück ins Camp und schon ging es ans Abbauen der Zelte. Das letzte Essen stand
an und Baguettes für die Fahrt wurden geschmiert. Nach dem jeder seine Sachen gepackt hatte und der Bus gemeinsam bepackt wurde, setzten wir uns mit der gesamten Truppe ans Ufer zur Feedback-Runde und die ersten Tränen fingen an zu kullern. Sogar unsere Betreuerin bekam wässrige Augen. Wir Schüler wurden als „der extra-liebe Jahrgang“ bezeichnet was uns irgendwo auch etwas stolz machte.

Dann ging es auch schon an den Bus und um Viertel nach neun machten wir uns nach einem intensiven Verabschieden der Betreuenden auf den Weg wieder in die Pfalz. Gegen halb zehn am Samstagmorgen warn wir dann wieder an der Schule in Kusel.

Von Adrian Pallmann, Denis Power, David Stoffel, Elena Talmon