14.06.2016
Kategorie: Startseite, Sozialkunde, Presseschau
Von: eingestellt von S. Jaqui

Politik statt Fußball gefragt


Kusel: Spiel-Quiz „Wer wird Europameister“ am Siebenpfeiffer-Gymnasium

Von Marius Lauer

„Wer wird Europameister“ war der Titel der Veranstaltung, zu der der Verein „Bürger Europas“ Schüler des Siebenpfeiffer-Gymnasiums Kusel eingeladen hatte. Dabei ging es aber nicht, wie auch Schulleiterin Angelika Gröneveld-Olthoff anfangs vermutete, um Fußball. Thema war die Europäische Union (EU) in ihrer ganzen Vielfalt. In welchem Verhältnis steht Rheinland-Pfalz zur EU? Was genau ist überhaupt die EU? Was leistet die EU? Für was ist die EU zuständig? All das wurde spielerisch in ein Quiz verpackt.

Der Verein „Bürger Europas“ wurde 2001 gegründet. Hauptziel des gemeinnützigen Vereins ist es, den überparteilichen Dialog zu Europa anzuregen und die Einigung Europas zu fördern, wie Paul Weinhausen vom Verein erklärt. Aber auch die Auseinandersetzung mit den aktuellen Krisen in Europa, beispielsweise dem Ukrainekonflikt, dem drohenden Brexit und den wiederkehrenden Grenzkontrollen aufgrund der Flüchtlingsbewegung. Dafür veranstaltet der Verein europaweit verschiedenste Veranstaltungen, Konferenzen, Seminare, Informationsveranstaltungen, Bildungsreisen und Jugendbegegnungen. Aktuell ist der Verein in Deutschland mit dem Quiz „Wer wird Europameister“ unterwegs. In mehr als 200 Veranstaltungen wird Schülern und Senioren durch die aktive Teilnahme Wissenswertes über Europa und seine Bürger vermittelt. Finanziert wird das Ganze von der deutschen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn.Weinhausen hatte für die Schüler der neunten Klasse sowie die Leistungskurse Sozialkunde elf und zwölf je sechs Fragen aus acht verschiedenen Kategorien mitgebracht. Die Kategorien waren „Rheinland-Pfalz und Europa“, „Ausbildung und Studium in Europa“, „Deutschland in Europa“, „Meilensteine der EU“, „Europa und die Welt“, „Die EU und ihre Bürger“, „Mitgliedstaaten der EU“ und „Entwicklung und Nachhaltigkeit.“ Da die Veranstaltung zeitlich begrenzt war, mussten sich die Schüler neben der Kategorie „Rheinland-Pfalz und Europa“ noch für zwei weitere entscheiden. Sie wählten „Mitgliedstaaten der EU“ sowie „Entwicklung und Nachhaltigkeit.“

Alle Kategorien begannen mit einem kurzen Film zum Einstieg, in welchem diese erläutert und auf aktuelle Ereignisse Bezug genommen wurde. Unter anderem traten prominente Persönlichkeiten wie Basketballer Dirk Nowitzki und Schauspielerin Wolke Hegenbarth in den Filmen auf. Nach dem Film startete die Fragerunde. Dafür hatte jeder der Schüler eine Fernbedienung bekommen, mit der er sich auf eine der drei möglichen Antworten festlegen konnte. Nach jeder Frage wurde die prozentuale Verteilung auf die jeweiligen Antworten bekanntgegeben. Dabei wurde klar: nicht immer war man einer Meinung. Sozialkundelehrer Daniel Friedrich zeigte sich aber sehr zufrieden mit dem, was die Schüler alles gewusst hatten.

Für viel Freude und Mitfiebern sorgte die Auszeichnung des jeweiligen Gewinners. Gewonnen hatte immer der Schüler, der die richtige Antwort am schnellsten gab. Für Lacher und Verzweiflung sorgte auch die Tatsache, dass immer die letztgedrückte Antwort zählte. Hatte man also einen nervösen Finger und betätigte den Knopf mehrmals, wurde die Antwortzeit immer schlechter und die Chancen auf den Gewinn immer kleiner. Zu gewinnen gab es, neben den beiden Hauptgewinnen (jeweils vier Karten für das Planetarium in Mannheim und das Schwimmbad in Kusel), vor allem Kleinigkeiten wie Gummibärchen, Schlüsselanhänger, Wischtücher fürs Smartphone, Kartenspiele, Frisbees, Trinkflaschen... Alles natürlich stilecht verziert mit der Europaflagge. So standen neben dem Ehrgeiz, Schnellster zu werden, vor allem der Spaß und die Informationsvielfalt im Mittelpunkt.

Anna Mohr und Angela Hesse, beide aus der neunten Klasse, waren von der Veranstaltung begeistert und „würden auf jeden Fall wieder teilnehmen“. Vor allem hat den beiden die aktive Teilnahme und das Mitfiebern gefallen. Man habe nicht nur stur lernen müssen, sondern selbst abschätzen und überlegen können, was richtig sei. „So bleibt das Ganze auch im Kopf.“ Besonders interessant fanden beide das Thema „Entwicklung und Nachhaltigkeit.

Text veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz.

 

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 134
Datum Samstag, den 11. Juni 2016
Seite 14