15.01.2018
Kategorie: Französisch, Startseite, Presseschau
Von: eingestellt von S. Jaqui

Lernen mit Spaß und Musik


Kusel: „France mobil“ will an Gymnasium Freude an französischer Sprache wecken Von Daniel Bonenberger

„Französisch (macht) mobil“ – unter diesem Motto stand gestern der Besuch der Französin Marion Kieber am Siebenpfeiffer-Gymnasium. Mit ihren vor allem auf Klängen und Musik basierenden Lehrmethoden wollte sie die Neugier auf und die Leidenschaft für die französische Sprache und Kultur bei den Schülern wecken.

„Ich besuche im Auftrag des Deutsch-französischen Jugendwerks und des Institut francais Deutschland insgesamt 80 Schulen, Kindergärten und Berufsschulen als Lektorin“, erklärte die 25-jährige Französin. Dabei sei sie seit September mit ihrem „France mobil“ in ganz Rheinland-Pfalz, aber auch dem Saarland unterwegs und bereits an 50 Schulen gewesen. Ihr Ziel sei es, das Interesse der Schüler an der Sprache zu wecken und einen Erfahrungsaustausch auf Französisch zu beginnen. Das Ungewöhnliche dabei sei, dass ihre Lehrmethoden vor allem auf Klängen und Musik basierten: „Ich finde, Sprache und Musik haben sehr viel gemeinsam, über Musik lässt sich Sprache viel einfacher erlernen.“Nach einer kleinen Kennenlernrunde mit den rund 25 Schülern, bei der jeder einen Ball zugeworfen bekam und sich vorstellen durfte, mussten die Schüler in zwei Gruppen gegeneinander antreten und Worte für die Buchstaben A bis Z finden.

Im zweiten Wettkampf kam dann die Musik zum Einsatz. Kieber verteilte auf kleine Stücke Papier geschriebene französische Ausdrücke auf dem Boden, die anschließend in verschiedenen französischen Rapsongs von den Schülern wiedererkannt werden mussten. Die Gruppe, die am Ende die meisten Wörter ’rausgehört und vom Boden aufgesammelt hatte, war der Sieger. Mit Mimik und Gestik wurden die Schüler während den Liedern tatkräftig von Marion Kieber unterstützt. Obwohl es den Schülern sichtlich mehr Freude machte als der gewöhnliche Unterricht, irrten viele bei der Wiedererkennung der Worte.

Die Schüler konnten dem ungewöhnlichen Lehransatz der jungen Lektorin aber dennoch einiges Positive abgewinnen: „Es hat mir wirklich großen Spaß gemacht und die Spiele waren sehr lustig“, sagte der 14-jährige Leon Altherr nach der Unterrichtsstunde. Auch wenn sein Französisch nicht so gut sei, so möge er doch die Sprache und fände es gut, häufiger solch ausgefallenen Unterricht zu haben. Auch die 14-jährige Finja Klein fand die moderne Lehrmethode spannender als den gewöhnlichen Unterricht: „Mir hat das Spiel , bei dem man die Wörter aus den Liedern ’raushören musste, am meisten Spaß gemacht. Aber es war wirklich nicht einfach.“ Normalerweise möge sie die französische Sprache nicht so sehr, aber das Projekt habe ihr gut gefallen. Vielleicht lasse sich ihre Einstellung zu der Sprache ja doch noch ändern, scherzte die Schülerin.

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Westricher Rundschau - Nr. 10
Datum Freitag, den 12. Januar 2018
Seite 13