27.04.2018
Kategorie: Latein, Siebenpfeiffer-Tage, Startseite
Von: Elfi Zimmer und die Lateinschüler/innen der 6a/b/c/eingestellt von S. Jaqui

3. Siebenpfeiffer-Tag: 6. Klassen - Auf den Spuren der Römer in Trier


Am Donnerstatg, dem 26.04.2018 unternahmen die Lateinschüler/innen der 6. Klassen unter Begleitung von Herrn Lang, Frau Zimmer und Frau Burkart eine Exkursion nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, die vor mehr als 2000 Jahren unter Kaiser Augustus gegründet worden ist und daher auch den Namen „Augusta Treverorum“ (Augustusstadt der Treverer) erhielt.

Nach einer kurzweiligen und schönen Fahrt erreichte die Gruppe kurz nach 9 Uhr das Ziel.

Während der fast zweistündigen Führung bei Wind und kühlen Temperaturen lernten die Schüler/innen verschiedene Bauwerke der Antike, aber auch Bauten des Mittelalters kennen. Die Gästeführerinnen der beiden Gruppen veranschaulichten ihre Erzählungen immer wieder durch Rekonstruktionszeichnungen und Bilder von Mosaiken.

„Wir waren besonders beeindruckt von der Porta Nigra, einem gigantischen, ab 170 n Chr. von den Römern erbauten Stadttor, das wohl nicht zu Verteidigungszwecken errichtet worden ist, sondern den Barbaren die Größe und Bedeutung der Römer zeigen sollte. Dennoch schützte es auch die Stadt vor feindlichen Angriffen.

Interessant waren die in die Steine eingemeißelten Zeichen der Steinmetze, durch die man die Bauzeit des Tores in etwa rekonstruieren konnte.

Vorbei am Dreikönigenhaus, das durch den Baustil (Aussehen wie eine Hausburg!) und die verwendeten Farben an orientalische Bauten erinnert, führte uns der Weg über den Marktplatz zum Trierer Dom, der ältesten Bischofskirche Deutschlands. Für uns Lateiner war die Inschrift: " Nescitis, in qua hora dominus veniet" besonders interessant. Ebenfalls beeindruckten uns die Grundrisse des früheren Taufbeckens, in dem viele Menschen gleichzeitig getauft werden konnten.

In unmittelbarer Nähe steht das Neumagener Weinschiff, Überrest eines Grabmals eines römischen Weinhändlers.

Die Konstantinbasilika war ein Highlight der Führung, denn endlich konnten wir uns in dem früheren 67 m langen, 27 m breiten und 33 m hohen Empfangssaal des Kaisers Konstantin ein wenig aufwärmen. Es ist erstaunlich und faszinierend zugleich in dem ältesten, als Kirche genutzten Bauwerk Deutschlands zu stehen.

Abschließend konnten wir eine der größten Thermenanlagen nördlich der Alpen, die Kaiserthermen mit ihren teilweise ca. 19 m hohen erhaltenen Mauern bestaunen und ein Gang durch die Kellerräume ließ erkennen, wie schnell man sich hier verlaufen konnte. Hier wurden sicherlich nicht nur in den Latrinen viele Geschäfte gemacht.“

Die Gästeführerinnen bedankten sich am Ende für das gute Verhalten und das Interesse, das die Schüler/innen während der gesamten Führung bekundet haben.

Elfi Zimmer und die Lateinschüler/innen der 6a/b/c